"Stand-by"?

Als künstlerische Fotografin bin ich bestrebt meine Umwelt kritisch zu betrachten und Frage mich in der gegenwärtigen Coronakrise:

 Wird die traditionelle Rollenzuschreibung der Frau mit ihrer Beschäftigung im Haus, Garten und in der Kinderbetreuung einfach so wieder hingenommen, weil sich das Leben jetzt während der Corona Krise fast ausschließlich zu Hause abspielt und die Care Arbeit nicht outgesourced werden kann? 

Meine Aufgabe ist es nicht aufzuklären, dafür ist beispielsweise die Soziologie zuständig.


Meine Aufgabe ist es Fragen zu stellen und Geschichten zu erzählen. 

Das "Stand-by?" Projekt entstand mit der Anregung der Stadt Regensburg FotografInnen zu fragen, wie sie die momentane Epidemie bedingten Situation künstlerisch bearbeiten. 

Mein Vorgehen

Was machen vierzehn berufstätige Mütter mit Kindern um 11 Uhr am selben Tag? 

Dafür sollten um diese Uhrzeit jede Frau ein Foto ihrer Beschäftigung machen.

Warum?

Weil ich sehen wollte, ob alle mit ähnlichen Situationen konfrontiert werden, 
ob Aufgabenbereiche gerecht verteilt werden und wie sie die Situation meistern.